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  • Das Rote Kreuz informierte: Richtig vorsorgen – aber wie? Vorsorgevollmacht, Patientenverfügung und Testament - Informationsveranstaltung

Wer regelt Ihre persönlichen Angelegenheiten, wenn Sie nicht mehr in der Lage dazu sind? Wer entscheidet über die Art der medizinischen Behandlung? Ob hervorgerufen durch Krankheit, Behinderung oder durch einen schweren Unfall - die Situation, nicht mehr geschäfts- und entscheidungsfähig zu sein, hat nichts mit dem Alter zu tun. Angehörige oder nahestehende Personen sind nicht automatisch befugt diese Aufgaben zu übernehmen. Juristisch steht selbst Ehepartnern oder Kindern per se keinerlei Entscheidungsbefugnis zu.

Um in solchen Fällen einen staatlichen Eingriff zu verhindern, sollte in gesunden Tagen eine Notfallvorsorge in Form einer Vorsorgevollmacht getroffen werden. Hiermit bewahrt man ein hohes Maß an Selbstbestimmung, da man selbst entscheidet, wer im Notfall vollumfassend handeln darf. Die Notare Sebastian Schmelzer und Oliver Wedel informierten auch darüber, warum eine Patientenverfügung durch eine Vorsorgevollmacht ergänzt werden sollte und warum eine privat beglaubigte Vorsorgevollmacht in der Regel nicht ausreicht.

Wie kann auch für den Erbfall Vorsorge getroffen werden? Die gesetzliche Erbfolge entspricht ebenfalls nicht unbedingt den Vorstellungen des Erblassers und kann zu Streitigkeiten unter den Angehörigen führen – auch dies kann man durch klare testamentarische Regelungen vermeiden.  

Die Notare zeigten ferner auf, welche Regelungen in einer letztwilligen Verfügung getroffen werden können und was passiert, wenn man keine Verfügung hat. Dies kann oft zu ungewollten Folgen führen, die durch ein Testament verhindert werden können. Gerade bei sogenannten „Patchwork“-Konstellationen gibt es daher oft Regelungsbedarf, damit die Nachfolgeregelungen dem tatsächlich Gewollten entsprechen und nicht dem Zufall überlassen bleiben.

Nach Abschluss des Vortrags gegen 17 Uhr hatten die Teilnehmer noch ausreichend Gelegenheit Fragen zu stellen.